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Kirche Amsoldingen

Die Kirche von Amsoldingen ist einer der ältesten Bauten im Kanton Bern. Sie erhebt sich südwestlich von Thun, in einer wunderschönen Landschaft, die durch Hügel und Seen gegliedert ist.
Zum gesamten Gebäudekomplex gehören das Pfarrhaus aus dem Jahr 1670 sowie das Schloss (ehemaliges Propsteigebäude), das sich seit 1496 in Privatbesitz befindet.

Die heute dreischiffige, romanische Pfeilerbasilika wurde im 10./11. Jahrhundert erstmals erwähnt und war einst dem Heiligen Mauritius geweiht. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr sie mehrfach Umbauten und Erweiterungen.
Der mächtige Turm an der Südseite wurde zwischen 1354 und 1513 errichtet. Bei der letzten Gesamtrestaurierung Ende der 1970er Jahre hat man den Innenraum der Kirche, die als bedeutendste der sogenannten Thunerseekirchen gilt, weitgehend in seinen ursprünglichen Zustand versetzt.
Die Chorfenster stammen aus dem Jahr 1985.

Unter dem östlichen Teil des Baus liegen Fundamentreste einer kleineren Kirche, die vermutlich aus dem 8. Jahrhundert stammen. Möglicherweise befand sich bereits in vorchristlicher Zeit ein römisches Heiligtum an dieser Stelle.

Von historischem Interesse sind neben dem frühgotischen, achteckigen Taufstein aus dem 14. Jahrhundert auch Reste von Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert, die Johann-Jakob-Werner-Orgel von 1812, die rekonstruierte Krypta unter der Chortreppe sowie der kleine Museumsraum mit kunsthistorischen Ausstellungsstücken aus der Vorgängerkirche.

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