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Schloss Oberhofen

Um 1200 wurde Schloss Oberhofen durch die Erbtochter Ita von Oberhofen und ihren Gemahl Walter von Eschenbach erbaut und blieb über ein Jahrhundert im Besitz dieser Familie. 1306 musste der gleichnamige Urenkel, Walter IV. von Eschenbach unter dem Druck von König Albrecht I. von Habsburg seine Güter an Österreich abgeben.

Nach der Schlacht von Sempach (1386) besetzten bernische Truppen Oberhofen. Bald fielen Burg und Herrschaft zunächst an das bedeutende Geschlecht der Scharnachthal, dann an andere bernische Patriziergeschlechter. Von 1652 bis 1798 war das Schloss Sitz eines bernischen Landvogts und gelangte 1801 in Privatbesitz.

Unter dem neuenburgisch-preussischen Grafen von Pourtalès erfolgten Mitte des 19. Jahrhunderts beträchtliche Umgestaltungen. 1940 errichtete der amerikanische Rechtsanwalt William Maul Measy die Stiftung Schloss Oberhofen und 1954 entstand hier eine Zweigstelle des Historischen Museums Bern. Am 1. Januar 2009 übernahm die Stiftung die Pflege und den Erhalt der gesamten Anlage, die weiterhin für die Bevölkerung zugänglich bleiben soll.

Das Schloss Oberhofen, pittoresk inmitten eines englischen Landschaftsgartens gelegen, befindet sich in romantischer Umgebung am rechten Thunerseeufer mit der Stockhornkette als Hintergrund.

Das Schloss beherbergt eine bekannte Ausstellung zur Bernischen Wohnkultur des 16. bis 19. Jahrhunderts. Der Sommersaal besticht durch seine Eleganz, in der Burgkapelle lassen sich mittelalterliche Wandmalereien entdecken, das schmucke Seetürmchen verführt zum Aufenthalt und vom türkischen Rauchsalon aus geniesst man einen atemberaubenden Blick über den Park, den See und die Alpen.

Insgesamt bietet diese Perle am Thunersee die perfekte Kulisse für eine intime Matinee mit wundervoller Musik.

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